
"Der Ursprung der Welt" (Typ H + Typ B), Installationsansicht in der Galerie Falko Alexander, Köln, 2025
Der Ursprung der Welt / L’Origine du monde
Zwei Steckdosen aus Porzellan, nebeneinander montiert.
Gelb und weiß. Die gelbe amerikanisch.
Beide echt, funktionsfähig, still.
Auf den ersten Blick: Ordnung.
Ein System, zwei Standards, ein klarer Aufbau.
Doch das Bild hält nicht.
Das holografische Textil im Hintergrund bricht das Licht,
verändert den Ton, verschiebt jede Position.
Die Wahrnehmung verrutscht.
Zając arbeitet mit Entscheidungen.
Nichts ist gesetzt, um zu gefallen.
Die Steckdosen bleiben, was sie sind – vertraute Objekte,
die sich weigern, nur funktional zu sein.
Ein Minimalismus, der nicht reduziert, sondern verdichtet.
Der Rahmen stammt aus einem anderen Zusammenhang
– etwas, das wiederverwendet wurde,
ohne dass es noch weiß, wofür es einst gedacht war.
Das Readymade wird nicht zitiert, sondern leise verschoben.
Alles wirkt ruhig, und doch bleibt eine Spannung.
Objekte, die technisch kompatibel sein könnten, sind es nicht.
Ihre Nähe bleibt konzeptuell.
Zwischen ihnen liegt das, was Zając interessiert: der Punkt,
an dem Bedeutung kippt, aber nicht verschwindet.
Clark Nova

"Der Ursprung der Welt" (Typ H), Installationsansicht in der Galerie Falko Alexander, Köln, 2025

"Der Ursprung der Welt" (Typ B), Installationsansicht in der Galerie Falko Alexander, Köln, 2025

"Der Ursprung der Welt" (Typ H), (detail)